Mit stimmungsvoller Beleuchtung wurde das zum größten Teil leerstehende „Weiser Kaufhaus“, welches im Erdgeschoss vorübergehend als Pop-Up-Store der Vogelsang Automobile genutzt wird, anlässlich eines Netzwerkabends in Szene gesetzt. Bei guter Live-Musik und leckerem Essen wurden am vergangenen Donnerstag interessante Podiums-Gespräche über die Zukunft des Standortes auf der Breitenstraße in Recklinghausen geführt.

Für den Standort Breite Straße 6 bis 10, der sich bis an die Kellerstraße erstreckt und das Bürogebäude Breite Straße 4, wird eine Neubauplanung vorgeschlagen. Das großvolumige Kaufhaus und das angrenzende Bürogebäude werden zurückgebaut und durch Neubauten ersetzt, die ein Quartier mit eigenständiger Identität bilden. Die Gebäudeproportionen und die Strukturierung und Gliederung der Fassaden orientieren sich an den inneren Funktionen, den Höhenentwicklungen der Gebäude an der Breiten-/ Kellerstraße und sind zugleich dem behutsamen Umgang mit der hochwertigen umliegenden Bebauung geschuldet. Maßstäblich wird hier von der höheren Marktplatzbebauung (SinnLeffers Gebäude) in Richtung der niedrigeren Bebauung auf der Südseite des Areals übersetzt. Diese Staffelungen und die Bildung eines Atriums schaffen attraktive hochwertige Lebensräume im Zentrum der Innenstadt.    

Fotonachweis: T. Gawalek

Der ehemals durch ein Kaufhaus genutzte Standort soll, als Erweiterung des Innenstadtangebotes, mit Schwerpunkt Wohnen genutzt werden. Unterschiedliche Wohnungen mit individuellen und gemeinschaftlichen Freibereichen entstehen hier auf ca.  5.000 Quadratmeter Wohnfläche. Aufzüge und die Raumkonzepte der Erschließungen und Wohnungen ermöglichen modernes barrierefreies Leben, mit großzügigen Belichtungsflächen, die jeweils Ein- und Ausblicken in den öffentlichen Stadtraum bieten. Unterschiedliche Wohnungsgrößen, vom Single-Appartement mit 41 m² bis hin zur 123 m² großen 3-Zimmer-Wohnung, ermöglichen hier zukünftig das Leben für nahezu alle Generationen in der „Guten Stube“.

Das neue Quartier stellt sich der Herausforderung nachhaltigen, technisch -„intelligenten“ und lebenswerten Wohnraum zu schaffen. Die Herausforderungen des Klimawandels und die Aufgaben der Klimaanpassungen werden durch viele Planungsansätze angenommen.   Konsequent wird eine Vielzahl von aktuell versiegelten Flächen, durch bepflanzte Dachflächen und Schaffung von Dachgärten sowie einem begrünten Atrium, entsiegelt. Fassadenbegrünungen bringen zusätzliche Qualitäten im Stadtbild und für den individuellen Balkon – Freibereich der Menschen. Photovoltaikelemente helfen bei der Unterstützung und energetischen Versorgung der modernen Lüftungs-, Kühlungs- und Heiztechniken. Natur wird als sichtbares Element mit in die Stadt einbezogen und als „Schwamm“ in der Stadt konzipiert.