
Die Neubebauung des ehemaligen Schwind-Areals an der Ecke Bodelschwingh-/Heinsestraße zählt zu den prägenden innerstädtischen Entwicklungsprojekten in Aschaffenburg. Mit dem Rückbau des Möbelhauses nach 95 Jahren Nutzung begann für uns die Neuordnung eines Standorts, der das Umfeld über Jahrzehnte wesentlich mitgeprägt hat.
Zu Beginn der Projektentwicklung stand die Auseinandersetzung mit dem bestehenden Gebäude. Wir haben geprüft, ob und in welcher Form die vorhandene Bausubstanz weiter genutzt werden kann. Unter den heutigen brandschutzrechtlichen Anforderungen ließ sich ein Erhalt jedoch nicht realisieren.
Der Neubau bildete damit die Grundlage der weiteren Planung.
Diese frühe Klärung war entscheidend für die folgenden städtebaulichen und funktionalen Überlegungen.
Ausgehend von der erforderlichen baulichen Ausnutzung bestand unsere Aufgabe darin, die entstehende Dichte räumlich zu ordnen und in ein tragfähiges Gesamtkonzept zu überführen. Im Mittelpunkt standen die Ausformulierung der Baukörper, die Höhenentwicklung sowie der sensible Übergang zum umgebenden Bestand.
Ergänzend wurden Fragen der Erschließung, Belichtung, Nutzungsmischung und der Ausbildung von Freiräumen bearbeitet, um eine langfristig funktionierende Struktur im innerstädtischen Kontext zu gewährleisten.
Die Planung bewegte sich im Spannungsfeld zwischen baurechtlichen Vorgaben, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Anforderungen an eine dauerhaft nutzbare Architektur. Ziel war es, aus diesen Parametern eine klare und belastbare Ordnung zu entwickeln, die sich in den Stadtraum Aschaffenburgs einfügt.
Der Neubau des Schwind-Areals steht damit exemplarisch für zeitgemäße Stadtentwicklung und innerstädtische Verdichtung unter komplexen Bedingungen.
Wir verstehen innerstädtische Neubebauung nicht als Selbstzweck, sondern als präzise planerische Aufgabe. Qualität entsteht aus der sorgfältigen Abstimmung von Raum, Nutzung und Kontext – und aus Entscheidungen, die den Ort auch über den Moment der Fertigstellung hinaus tragen.
Über die Neubebauung des Schwind-Areals berichtet auch das Main-Echo.
Der Artikel ordnet das Projekt in den städtebaulichen Kontext Aschaffenburgs ein und bezeichnet es als
„größtes Projekt seit dem Bahnhofsbau für Aschaffenburg“.
👉 Zum vollständigen Artikel: Main-Echo, 16.01.2026